Von der Idee zum Manuskript - Was ist eine gute Idee?
Es ist vermutlich die am meisten gestellte Frage an Autor:innen: "Woher habt ihr eure Ideen?" Jede Autor:in beantwortet diese Frage etwas anders, aber meistens bleibt ein großes Fragezeichen zurück, denn eindeutig sind die Antworten nie. Ideen sind wichtig, denn nur so kommst du von einer Idee zum Manuskript.
Um gleich ganz provokativ zu starten, sage ich einmal: Die meisten Ideen, die Autor:innen haben, stammen aus anderen Büchern oder Filmen. Warum? Wir können nicht alle das Rad erfinden oder das Licht. Masterideen sind selten. Und Ideen, die Masterideen in der ein oder anderen Weise kopieren, sind dazu noch sehr erfolgreich. Das wissen auch Verlage, die ihren Autor:innen sogar manchmal sagen: Schreib mal was wie …
Masterideem und ihre kleinen Geschwister
Was sind Masterideen? Cornelia Funke hatte mit Tintenherz eine Masteridee. Figuren aus Büchern herauslesen. Wow. Diese Idee hat ihre Tintenherz-Trilogie zu etwas ganz Besonderem gemacht und sehr zu recht zu einem Welterfolg. Wann immer ihr ein Buch seht, das im Titel Book … oder Buch … hat, dann könnt ihr ziemlich sicher sein, dass es eine Abwandlung von Cornelias Idee ist.
Oder nehmen wir Kiera Cass mit Selection, einem Mix aus einem Märchen und Germans Next Topmodel. Man wirft ihr vor, dass es nur eine Kopie der Tribute von Panem ist, aber ich finde, dieser Mix hat etwas Eigenes. Und hat sofort Nachahmer gefunden, die man gut an Covern mit Prinzessinnen in Ballkleidern oder royalen Titeln erkennen kann.
Stephenie Meyer, die selber wegen Ideenklau verklagt wurde, hatte in Twilight eine Idee, die vermutlich bisher am meisten kopiert wurde: Ein eher durchschnittliches Mädchen trifft auf überirdisch schönen paranormalen Jungen, der sich in sie verliebt. Unsterblich versteht sich. Sie ist unendlich oft kopiert worden. Das Gleiche - nur ein wenig anders: Viele Leser:innen lieben das, viele Verlage lieben das. Trotzdem möchte ich dich ermuntern, dir als zukünftige Autor:in etwas mehr zuzutrauen.
Die eigene Idee
Die eigene Idee ist immer die beste Idee. Selbst wenn sie nicht gleich erfolgreich ist, auf ihr kannst du aufbauen. Jede gute Autor:in macht sich auf die Reise in ihr eigenes Selbst, die Schichten ihrer Persönlichkeit. Nur sie weiß, wo die Reise hingeht und das macht Schreibstil und Bücher zu etwas ganz Besonderen. Nur - wie kommst du auf eigene Ideen? Vielleicht solltest du erst einmal fragen: Wo kommst du auf Ideen? Es ist wissenschaftlich bewiesen: Am ehesten in der Natur oder in der Freizeit. Dann, wenn der Geist offen ist und weder mit Arbeit, Erledigungen oder anderen Gedanken beschäftigt ist.
Abschalten, tief durchatmen, sich öffnen für den Strom der Kreativität, sich leer machen. Aus eigener Erfahrung würde ich sagen: In der Regel bist du nicht ganz leer, sondern hast schon ein bis zwei Ideen oder auch zehn bis zwanzig Ideen. Du bist nur nicht sicher, welche für ein ganzes Buch reicht.
Alle suchen nach der Masteridee, einer Idee, die so großartig ist, dass du sie in einem Satz sagen könntest und alle würden nicken und sagen: Wow, das Buch muss ich lesen! (Im Unterschied zu: Das habe ich doch irgendwo schon mal gehört/gelesen?)
Die eigene Masteridee
Ganze Berufszweige beschäftigen sich mit der Frage, wie man auf gute Ideen kommt, ich möchte dir gerne meine Top-Ten vorstellen:
1. Merke dir deine Träume.
Ich habe das schon als Kind getan, als ich noch gar nicht wusste, dass ich irgendwann einmal schreiben werde, weil ich Träume liebe. Träume weisen dir den Weg in dein Unterbewusstsein, zeigen dir deine Ängste und geheimen Wünsche. Ein perfekter Start für ein Buchthema. Leg dir am besten ein Notizbuch neben das Bett, damit du die Träume sofort aufschreiben kannst oder - so mache ich es - erzähl sie dir noch ein paar Mal vor, bevor du wieder einschläfst.
2. Denk an deine Kindheit/Jugend
Gibt es Erinnerungen, die dir besonders wichtig sind, dir nachhängen, die dich traurig oder fröhlich machen? Hol sie heraus. Das sind deine starken Erlebnisse, die du brauchen wirst, wenn du eine Geschichte erzählst.
3. Alte Fotos
Um diese Erinnerungen in Gang zu bringen, kannst du dir alte Fotos ansehen oder mit deinen Eltern oder Großeltern sprechen. Manchmal stößt man so direkt auf ein Thema, das für ein ganzes Buch reicht.
4. Wechsle die Umgebung
Spaziergänge sind super, wenn du mitten in einem Buchplot festhängst und nicht weiter weißt, aber auch, wenn du keine Ahnung hast, wo du starten sollst. Geh am besten allein, am besten dorthin, wo du weit sehen kannst.
5. Wechsle das Land
Ein richtig guter "Spaziergang" ist eine Reise. Verstand und Herz springen im Dreieck, wenn du irgendwohin fährst, wo du dich nicht auskennst, wo neue Eindrücke, Gerüche, Bilder warten. Ich kann den Geruch von gerösteten Erdnüssen nicht vergessen, als ich das erste Mal in New York war, so harmlos in dieser beängstigend großen Stadt, ein perfekter Ideentrigger.
6. Lass Dir Geschichten erzählen
Nicht immer hast du selbst ein aufregendes Leben, aber ganz sicher gibt es Menschen in deiner Umgebung, die etwas zu erzählen haben. Freund:innen, Nachbar:innen, oder der Barmann/frau in deiner Lieblingsbar. Mach weniger Smalltalk und mehr Deep Talk. Mir hat eine Freundin erzählt, dass sie in ihrer Kindheit mal fast ertrunken wäre und eine Nahtod-Erfahrung hatte. Ihre Schilderung hat in mir mehr Bilder ausgelöst als alles, was ich über das Thema hätte lesen können.
7. Kino, Theater, Ballett
Andere Bücher können dich inspirieren, aber wie ich schon sagte, meist verführen sie zum Ideenklau, weshalb viele Autor:innen überhaupt nicht lesen, während sie schreiben, da es sie zu sehr ablenkt. Besser ist es, ins Kino zu gehen, einen neuen Film anzusehen oder auch ins Theater oder Ballett. Alles, was dich in einen Kreativmodus versetzt, ist gut für dein Schreiben.
8. Zeichnen und Malen
Mein Kreativmodus wird am besten durch Zeichnen in Gang gesetzt. Meist weiß ich gar nicht, was ich zeichnen will, es ergibt sich von selbst und ich erkenne, was mich unter der Oberfläche beschäftigt.
9. Kunst und Ausstellungen
Wenn du dir das nicht zutraust, geh in eine Kunstausstellung. Große Bilder in kräftigen Farben, oder Gegenstände und Skulpturen, die dich auf Ideen bringen. Hauptsache, du magst die Künstler:in und kannst dich ganz öffnen. Mit Sicherheit hast du anschließend einen eigenen Ideenschub.
10. Aktiviere deine Schreibumgebung
Überhaupt regen Farben an, besonders die kräftigen. Daher auch Natur, denn das satte Grün der Bäume oder Wiesen wirkt wie ein Energiebooster. Ich gehe auch gerne über den Markt, dazu noch die tollen Gerüche und hole mir dann einen bunten Blumenstrauß bei meinem Lieblingsmarktverkäufer, der uralt oder, nein, eigentlich alterslos ist und immer einen Witz erzählt und flirtet, als wäre er zwanzig. Irgendwann kommt er in eines meiner Bücher und, ja, genauso oder ähnlich finde ich meine Charaktere.
Und jetzt bleibt nur noch eins - Schreib los!
xoxo
Katrin
Die Kursbeiträge - Von der Idee zum Manuskript
Hier eine Übersicht über alle Beiträge. Wenn Du magst, kannst Du von hier aus gleich auf die Beiträge springen, die dir gefallen, die Du gerade brauchst. Hier siehst Du auch, zu welchen Blogbeiträgen es ein Workbook oder Worksheet gibt. Klick auf das Dreieck und klappe alle Beiträge auf:
# 1 Intro - Einführung in die Kurseinheit. Hier
# 2 Ideen - Wie findest du sie, wie gehst du mit ihnen um (+Workbook). Hier
# 3 Story- Wie funktioniert eine gute Story - Die Basis aller Geschichten (+Workbook). Hier
# 4 Charaktere - Die Hauptpersonen deiner Geschichte (+Workbook). Hier
# 5 Genre - Was ist das? Und wieso ist das so wichtig (+Workbook). Hier
# 6 Pseudonym - Tipps zu der Frage, ob du ein Pseudonym verwenden solltest (+Workbook). Hier
# 7 Das Exposé - Wichtig für eine Bewerbung in einem Verlag (+Workbook). Hier
# 8 Planung - Wie planst du dein Buch? (+Workbook) Hier
# 9 Schreibblockade - Wie gehst du damit um? (+Workbook) Hier
# 10 Prokrastinieren - Was so leicht passiert und warum es gar nicht so schlimm ist. Hier
# 11 Überarbeiten - der vielleicht wichtigste Teil deiner Arbeit (+Workbook). Hier
# 12 Die Normseite - Was ist das und warum brauchst du sie? (+Worksheet) Hier
# 13 Anschreiben - Wie schreibst du Verlage an? (+Worksheet) Hier
Workbooks & Worksheets
Zu diesem Beitrag gibt es ein 3-seitiges Workbook. So entwickelst Du deine Masteridee für dein Buchprojekt.
Insgesamt gibt es 9 Workbooks (mehrseitige Arbeitsbücher zum Thema) und 2 Worksheets zu dieser Blogreihe.
Alle Workbooks und Worksheet - insgesamt 50 Übungsblätter - haben wir in ein Bundle mit 11 einzelnen PDFs gepackt, die Du in unserem Shop - Masterclass*Schreiben - findest und dort sofort herunterladen kannst.
Wie alle unsere Materialien für Autor:innen sind sie wunderschön gestaltet und so konzipiert, dass Du sie digital nutzen kannst. Die PDFs sind beschreibbar. Du kannst sie aber auch ausdrucken und mit der Hand ausfüllen.
Diese Worksheets/Arbeitblätter sind eine der besten Methoden das Schreibhandwerk zu lernen. Gleichzeitig sind sie die perfekte Vorbereitung, wenn Du vorhast, ein Buch zu schreiben.
Viel Spaß damit!
Red Bug Writing
Du möchtest alles lieber kompakt in einem Buch lesen?
Nach und nach werden wir den Inhalt der Blogreihen in Bücher zusammenfassen. Das ist vielleicht etwas für dich, wenn Du dich nur genau für ein bestimmtes Thema interessierst. Das erste Buch dieser Reihe fasst alle Beiträge (siehe Übersicht) der Blogreihe "Von der Idee zum Manuskript" in einem E-Book zusammen. Der Vorteil des eBooks: Du kannst im Text suchen und Stellen markieren, dir Zitate heraussuchen und dir Lesezeichen einrichten. Zudem hast du all die guten Tipps immer dabei, auf deinem Handy, in deiner Leseapp - wo immer du magst.
Von der Idee zum Manuskript gibt dir einen kurzen Überblick über alle Schritte von der ersten Idee ein Buch zu schreiben bis zum Schritt, an dem Du dich bei einer Agentur oder einem Verlag bewirbst. Aber, klar, du kannst dein Buch auch selbst herausbringen. Auch dafür bietet es eine gute Anleitung.
Die Arbeitsblätter/Workbooks kannst Du dir zusätzlich in unserem Shop bestellen.
Und noch ein Tipp: Die Blogreihe : Vom Manuskript bis zur Veröffentlichung ist die Blogreihe, die perfekt an diese Blogreihe anschließt. Wenn Du also schon ein fertiges Manuskript in der Schublade oder auf dem Computer hast - dann schau dir diese Blogreihe an. Auch sie hat Worksheets.
Zu der Red Bug Writing-Buchreihe kommen nach und nach Bücher hinzu. Bunt und vielfältig.
Read & Write!
11 Comments
Rike
7. Januar 2016 at 17:53Super inspirierender Post! Da bekommt man doch echt Lust, auch mal wieder was zu schreiben :)
Katrin
7. Januar 2016 at 18:25Hiho Rike, das hoffe ich doch ;))
Alanna
14. Januar 2016 at 12:03Ich schreibe selber leidenschaftlich gerne und sehr viel und habe selber schon daüber nachgegrübelt, warum viele meiner Ideen am Anfang mich schnell frustriert haben und warum ich nie etwas zu Ende gebracht habe.
Im Endeffekt waren es halt keine Masterideen. Viel abgekupfert, viel unausgereift. Dagegen habe ich inzwischen eine Romanidee, an der ich schon seit über zwei Jahren festhalte und die mich einfach nicht mehr loslässt. Die Idee ist wohl nicht so innovativ und neu, dass sie den Tintenromane Konkurrenz machen könnte, aber trotzdem kenne ich nichts direkt Vergleichbares.
Ich finde deine Tipps und Gedanken einfach super. Ich entwickle meine Ideen auch immer bei Spaziergängen, denke dabei viel an meine Kindheit und da meine Romanidee sehr stark in Richtung Highfantasy geht, lese ich aus diesem Genre momentan gar nichts mehr. Es ist fast grausam, da es mein Lieblingsgenre ist, aber ich möchte mich nicht allzu stark von anderen Büchern beeinflussen lassen.
LG Alanna
Katrin
14. Januar 2016 at 17:38Hi Alanna,
hört sich an, als wärst du genau auf dem richtigen Weg. Und, ja, ich lese auch immer weniger und stimmt – extrem grausam!
Alanna
20. Januar 2016 at 18:08Klassischer Fall von „Alles hat seinen Preis“ ;)
Aber ich denke, es lohnt sich in diesem Fall sich beim Lesen zurückzuhalten.
MarionVoit
15. Januar 2016 at 16:07Mein Roman umfasst bereits 1128 Seiten, und nichts ist geklaut— ehrlich. Bin jeden Tage feste am Schreiben, da der Roman bis vor einen Monat nur von Hand geschrieben war. Tippe das jetzt alles auf Google Docs ab. Wird wahrscheinlich ein Roman, der wegen der Länge, in zwei Bänden geschrieben werden muß. Bin total über zeigt, das er gut an kommt. Habe schon viele Leseproben ins Netz gestellt, und positives Feedback von anderen Autoren erhakten
Katrin
15. Januar 2016 at 17:36Oh, das sind viele Seiten. ich schätze aber, da wirst du eine Menge beim Überarbeiten kürzen. Hm, da sollte ich auch mal was zu schreiben, also Überarbeiten eines Manuskripts. Oft denke ich, das ist der schlimmste Part, also alles noch mal zu überdenken, überarbeiten, aber meist macht es das Manuskript erst richtig gut :)
Anna
16. November 2017 at 13:21Sehr schöner Beitrag! Ich finde das schwierigste ist immer eine gute Idee zu finden. Sobald man eine gute Idee hat, wird das Schreiben sicherlich etwas einfacher. Die Literatur ist ein echt spannender Bereich und ich freue mich immer wieder darauf neues zu entdecken.
Jolo
27. November 2017 at 10:09Ein toller Beitrag!
Ich schreibe, oder sagen wir…. vor zwei Jahren ist erste Teil meines Romanes entschtanden. Es sind umgerechnet in ca. 360 Buchseiten. Und…. Es ist immer noch auf meine Festplatte, ich habe sie nie veröffentlicht und bis jetzt hat niemand, nein falsch teilweise haben meine Kolleginnen gelesen( aber nur die, wo ich wusste, dass sie mich nicht auslachen werden) aber nur den Anfang… und ja, mein Mann und meine Tochter. Warum nur teilweise und nicht den ganzen Manuskript? Hm, gute Frage? Und dazu eine Antwort …
… Das erste Teil Endstand meine Sicht nach sehr schnell, ich war in einem Monat mit der Teil 1 fertig. Es sprudelte an Ideen, dass ich mich selbst nicht aufhalten konnte. Obwohl ich noch ein Beruf ausübe, voll Zeit. Nach den Diensten, sass ich da und arbeitete. Mein Haushalt, Familie blieb an der Strecke, aber wie mein Mann, erste mal lass das was ich schrieb, war er einfach Stolz auf mich und glaubte nicht, dass ich sowas in Stande brachte. Nun ja, er gehört zu Familie und da sagt man meistens “ Wow! Klasse….weiter so! “ Ich wollte Meinung von jemand anderen hören, von jemanden wer schon in der Branche ist, also Meinung eine Autorin. Zur dieser Zeit, war ich mit eine befreundet, bin auch bis heute, aber….. Gut…Ich erzählte ihr von meinen „Baby“ und sagte, ich wäre froh wenn, sie ein Blick werfen konnte. Sie war nicht abneigend. Ich schickte ihr zu. Es kamm drei Monate keine Antwort, dann fragte ich nach, weil ich weiter wollte. Ich wollte, dass sie mir nun sagt, wie die Geschichte so ist. Ich wollte nur ein paar Tipps…. Tcha, und was kam? Enttäuschung! Sie war die Meinung, meine Schreibweise muss ich ändern, oder sagen wir meine ganze Geschichte müsste neu geschrieben werden und Grammatik…. Hallo, es war nur der erste Entwurf, noch nicht koriegiert… Ich war sehr enttäuscht, verzweifelt und auf den Boden zerstört von ihre Aussage. Ich liebte und Liebe die Geschichte, es ist erster mal, dass ich nicht in meine Muttersprache etwas geschrieben habe. Aber nach den Gespräch, wollte ich alles schmeißen, löschen…. Ich war, wie ein zerbrochenes Glas. Ich erzählte von den Gespräch meiner Tochter, wie auch meiner Schwester. Meiner Tochter glaubte nicht, war richtig sprachloss und dann sagte sie zur mir…“Oh nein Mama….Du darfst auf gar kein Fall aufgeben! Es ist dein Werk und dein Stolz“ Sie nahm das Manuskript und hat die ersten Kapitel durchgelesen. Irgendwann kam sie runter und sagte. “ Jeder hat andere Stil und Schreibweise und du hast deine und es ist gut, nein es ist mehr als gut, ausser paar Satz und Schreibfehler ist perfekt “ Dann nahm sie das Manuskript und schickte, natürlich mit meine Erlaubnis zu eien Freundin, die es korrigieren soll. Nun das Mädel ist eine Studentin und es dauert eine Weile bis es koriegiert ist. Aber mir Wurscht! Ich warte. In der Zeit arbeite ich an Teil zwei.
Warum schreibe ich das hier? Ich muss zu Gestehen, dass ich von meine Geschichte das erster Mal erzähle, aber was ich hier in diesen Post lass, hat mich irgendwie, ermutigt und stark gemacht…ich weiss nicht, vielleicht bin ich tatsächlich viel zur Schüchtern, vielleicht müsste ich mehr Mut zeigen und die Stärke. Nun wie gesagt, wenn du nicht in deine Muttersprache schreibst, dann kämpfst du mit den Gedanken – man lacht dich aus-.
Nochmal danke, für die Inspiration in diesen Post.
Liebe Grüße Jolo.
Katrin
27. November 2017 at 13:53Liebe Jolo,
danke für deinen Kommentar und dass Du diese Erfahrung nicht nur mit mir, sondern allen Lesern hier teilst.
Ich bin sehr beeindruckt, dass Du versuchst ein Buch in einer für Dich „fremden“ Sprache zu sprechen.
Ich glaube, der Wunsch, Deine Geschichte in die Welt zu bringen ist sehr groß. Sogar so groß, dass Du eine andere Sprache als Deine Muttersprache wählst. Mein Rat oder eigentich sogar mein dringender Rat ist: Schreib in deiner eigenen Sprache. Lass den Text später übersetzen. Denn Sprache ist nicht nur eine technische Sache, Grammatik und Satzreglen, es ist auch deine Seelensprache. Nur in dieser wirst du ganz offen und emotional sein, dich mit deinen Wurzeln verbinden können. Und musst dir dann auch keine Gedanken mehr um deine Kritikier machen, die natürlich spüren und sehen, dass du in der deutschen Sprache noch nicht sicher bist.
Ja, du musst mehr Stärke und Mut zeigen und zwar: Du selbst zu sein. Ich ermutige Autoren immer wieder dazu, kein Pseudonym zu verwenden. Genauso ist es mit einer anderen Sprache. Schreib in deiner Sprache. Selbst wenn dein Mann und deine Tochter diese Sprache nicht verstehen, werden sie spüren, dass Du eine wichtige Arbeit für Dich machst. Und können dann später die Übersetzung lesen.
Alles Gute für Deinen kreativen Weg!
Katrin